13 November 2017

Neues Petersburg Buch, Münchener Freiheit und Zensur 2017

Weil wieder ein neues Buch in meiner Schreib- und Reise-Werkstatt entstanden ist, blieb  weniger Energie zu berichten. Dazu verlässt mich die Lust im grauen November,  Schreckensmeldungen zu sammeln und zu kommentieren. Bilder sagen mehr als Worte. Kreative basteln Bilder, das spart mir Worte. 

Die Fakten zu sehen, betrübt zuweilen,
die Fakten zu übersehen, ist mir nicht gegeben.




Mein Arbeit im Selbstverlag bei Createspace druckt mein neues Buch. Der erste Upload einer Word-Office-Datei hat Bilder auf den Seiten verschoben. Erst der zweite Upload des als PDF gespeicherten Buches liefert das gewünschte Ergebnis.



Es ist geschafft, online bei Amazon zu bestellen.

Taschenbuch: 122 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (13. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1976169216
ISBN-13: 978-1976169212
 Größe und/oder Gewicht:  21,6 x 0,7 x 27,9 cm


Es ist mein sechstes Buch, welches von meinen Reisen berichtet: Indien, Marokko, Portugal, Sizilien, Moskau, St. Petersburg



Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erhard Thomas, 14. Feburar 1948, hat sich 20 Jahre, acht Monate und 12 Tage als angestellter Redakteur des PC Magazins verdingt. Neben dieser harten, disziplinierten Pflichterfüllung reist der Autor leidenschaftlich gern. Seit der Ruhephase meiner Altersteilzeit Mai 2011 und der Verrentung 2013 hat der VW-Crafter mittlerweile 160.000 Kilometer abgespult. In etwa fünf Reisemonaten 2017 mit 10.000 Kilometern auf Sommerreifen begleitete mich meine Frau Stephanie vom 2. Juli bis zum 29. August über 5680 Kilometer nach Russland. Mit ihrer guten Küche auf unserem Zweiflamm-Kocher, ihrer sorgenden Sauberkeit verschaffte sie mir Ruhe und Muße, eifrig meinen Reiseblog zu schreiben, mit Fotos zu füllen, mich im Internet via WiFi zu informieren. SAT-TV hielt uns auf dem Laufenden. Google Maps erleichtert die Reiseplanung, Excel die Verbrauchs- und Kostenrechnungen (10,29 Liter/100 Kilometer) und Wiki dient als Reiseführer. Das Wohnmobil mit sechs mal zwei Metern Außenmaßen dient als Küche, Schreibstube, Fernseh- und Schlafzimmer und verfügt neben dem Luxus eines Kühlschranks auch über eine Kassetten-Toilette mit Wasserspülung.


31 October 2017

Herbstfahrt Deutschland mit Gedanken zur GfK, Art. 33

Es erscheint mir immer aussichtsloser, irgendeinen vernünftigen politischen Standpunkt einzunehmen. Politik und Vernunft widersprechen einander wie Sozialstaat und offene Grenzen. Meine herbstliche Rentnerreise bietet mir das Beste im Land. Es bleibt nicht mehr, als einfach den Herbst, das Essen, die Fahrt zu genießen. Über Gesetze wie GfK Art. 33, GG Art 3  und das BGE sollen Experten staunen, mich Laien wundert nichts mehr. 


Kunstvoll ausgeschnittene Kürbisköpfe in Bamberg am 31.10.2017, von einer Kerze beleuchtet

Vom organisierten Geld regiert zu werden ist genauso gefährlich wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden. Franklin D. Roosevelt 



Die prachtvolle Achtbeinige wächst und gedeiht in der Stille eines Lagerraumes.


[Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. ...
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element. (aus fckjugöthe)


Einer der ersten GFK-Karossen kam 1974 mit dem ORION 600 auf Mercedes-Chassis

Die Reise beginnt mit grauen Gedanken.



Dieser Graukopf erinnert mich so treffend an all das, was wir sind, was wir schreiben, was uns ausmacht: Ein Windstoß und alles, was wir sind, was wir schreiben, was uns ausmacht, ist in alle Winde verweht.



Der vorletzte Samstag im Oktober ist mein letzter Badetag im Feringasee. Wir verabschieden den Freund, der dort nie mehr baden wird. Er ging uns voran in die Ewigen Jagdgründe. 


Andere Badefreunde haben sich in wärmere Südländer verzogen, sind verflogen wie Zugvögel, um in der Idylle griechischer Inseln länger im Herbst noch zu baden. Als Rentner freuen mich unsere kleinen Reisen, diesmal Ende Oktober bis Anfang November mit meiner Frau zur Vorbereitung ihres Weihnachtsmarkts. Besser etwas als nichts zu tun.




Der ersten Nacht in Bamberg folgen Nächte in Gütersloh, Dortmund, Aachen, Bad Camberg bevor unsere Runde in Bamberg sich schließt. Im nebligen Herbstgrau der ersten Morgendämmerung fällt das Thermometer auf drei Grad Celsius. Niemand will jetzt mehr baden - außer in warmen Hallenbädern.



Bamberg zeigt sich noch in fränkischer Fachwerkidylle, auch wenn dies alte Gasthaus dem Zeitgeist als "Sisha Bar Lounge" Tribut zollt.




Der alte Friseur werkelt in Bamberg noch in seinem Salon im Stil der 60iger Jahre.



Man purzelt ein paar Kellerstufen hinab in einen Friseursalon, der Kunden ohne Voranmeldung annimmt und mit geschwinden Schnitten die verbleibenden, grauen Fusseln vom Haupt trennt. Die schöne, neue Welt mit Schnitten im "Cut-Up-Stil", mit gefärbten Strähnen über gepiercten Ohren und Lippen, im Nacken tätowierten Sternchen oder Parolen wird mir immer fremder.


Ein paar Stände halten die Tradition des Bamberger Herbstmarkts aufrecht. Doch rechte Kauffreude kommt nicht auf. Die Kunden sind satt. Selten finden sich Käufer für Süßwaren, Würste, Kurzwaren, Knöpfe, Kellen, Pfannen, Töpfe, Hosenträger und all das Haste-noch-nicht.


Als größte Attraktion stolzieren am Bamberger Herbstmarkt hübsche Mädchenbeine im kurzen Röckchen über das Kopfsteinpflaster. Vielleicht strömen am Wochenende mehr Menschen nach Bamberg und auf den Marktplatz. Doch zuvor dieseln wir schon weiter Richtung Norden. Bevor wir von Bamberg unsere nächste Station etwa 400 Kilometer weiter in Gütersloh erreichen, gönnen wir uns in Kassel Wilhelmshöhe ein Solebad von anderthalb Stunden zum sensationellen Preis von 14 Euro pro Person.

Für das Stadttheater Gütersloh sprudeln Steuergelder vom Bertelsmann-Konzern. 

Nach Güterloh hat mich nach unserer spektakulären 50-Jahre-Abitur-Feier am Stadtgymnasium Dortmund ein Klassenkamerad eingeladen. Seine erstaunliche und bewunderswerte Lebensleistung hat mit seiner Frau soviel geschaffen, dass er aus übervollem Herzen gerne seine Gastfreundschaft mit uns teilt.


Der Wasserturm in Gütersloh dient der Jugend als Freizeitzentrum.


Da mich dies Jahr schon etwa fünf Monate Reisen im engen Wohnmobil von sechs mal zwei Metern fast schon kultivierterer Lebensform entwöhnt hatten, fällt es mir beinahe schwer mit Messer und Gabeln im edlen Restaurant zu speisen. Doch es gelingt ohne aufzufallen.



Nach einem oppulenten Frühstück verlassen wir die luxuriöse Unterkunft, welche mir in der mit Marmor ausgekleideten Gästetoilette eine Naßrasur mit Warmwasser erlaubte. Diese Übernachtung verzeichnet meine Reiseerinnerung mit fünf Sternen.


Mein Freund hat sich als medizinischer Experte mehrere Erfindungen patentiert, die Kranken in der alternden Bevölkerung nutzen. Noch fehlen dem angesehen Arzt und Erfinder fähige Fachleute, um seine patentierten Produkt zu vermarkten.



Anderntags geht unsere geruhsame Herbstfahrt keine 100 Kilometer weiter nach Westerkappeln zur bald 95jährigen Tante, welche sich geistig und körperlich erstaunlich gesund gehalten hat.



Im Freibad von Westerkappeln hält sich die alte Dame fit. In diesem Sommer haben ihr 47 Bäder sichtlich gut getan.


Beide Damen haben im Laufe der Jahre eine herzinnige Gemeinschaft geknüpft. Auf der Strecke danach von Westerkappeln nach Dortmund hält uns vor dem Kamener Kreuz ein längerer Stau auf. Zum Glück waren am Nachmittag von dem Stunden langen Stau wegen des Unfalls am Morgen nur noch Reste geblieben.




Der Stellplatz in Dortmund Wischlingen musste 2015 zwei großen Flüchtlingszelten weichen. Ein mittlerweile ungenutztes Zelt besetzt immer noch den halben Stellplatz. Doch im Herbst reicht der Platz für unser kleines Wohnmobil.



Der amerikanische Straßenkreuzer, ein geräumiges Hotel auf Rädern, parkt auf dem Stellplatz in Wischlinger. Der Besitzer des Dickschiffs muss erstmal Krebs im Krankenhaus kurieren.

 

 Das Solebad in Dortmund begnügt sich mit dreieinhalb Euro für zwei Stunden. Die Gäste am Stellplatz in Wischlingen bekommen im nahen Solebad 30 Prozent Rabatt. 


Mit Dortmund verbindet mich nicht mehr viel. Verwandte haben sich dort mit Kindern und Enkel häuslich eingerichtet. Doch die Szene deprimiert mich und animiert mich zu bitteren Sätzen.

Mir kommt es vor, als führe mich diese Herbstfahrt durch ein sterbendes Land mit verblühenden, kränkelnden, grummelnden, sabbernden Alten. So lasse mich der Leser ebenso sabbern, schwafeln, schwadronieren - bis zum bitteren Ende.

Alternde Greise krallen in knöchernen Fingern jeden Cent, weil Sterben teuer ist. Selbst eine gute Rente von 2500 Euro nützt nichts, wenn nach dem Schlaganfall der Umzug ins Heim unausweichlich ist. Das Heim kostet 4000 Euro im Monat. Die vom Schicksal geschlagenen Ehefrau muss das Bankkonto auflösen, damit der Alte im Heim glücklich seinem Ende entgegen dämmern darf.  Ihr selbst bleiben nach Abzug aller Aufwendungen für das Heim nur die Grundsicherung.

Die Jungen raffen für sich und ihre Brut mit Kraft plus andressiertem wie angeborenem Egoismus Eigentum, solange und soviel Banken Kredit gewähren. Die Alten stützten ihr Jungvolk schlecht, wenn diese nicht für den Wahn der Alten vollstes Verständnis, Hochachtung, Bewunderung heucheln. Der Spießer übergibt den Schlüssel zum Erfolg nur seiner besten Brut, die widerspruchlos folgt. Das Motto lautet: Nur wer sich treten lässt, darf später selber treten. Doch die Alten treten mittlerweile selbst Kummer und Krankheit.

Schon liegt der Alte halb ermattet und verbleichend auf dem Sofa, schleppt sich schwindelig kaum vom Sofa zum Sessel, doch lässt er sich - zur Aufmunterung - noch ein Viertausend-Euro-Motorrad unter sein Vordach stellen. Momentan kommt er selbst kaum vom Sofa in den Stand, geschweige dass er  die schwere Maschine auf den Ständer bringen könnte. Doch das Gerät soll Lust auf Genesung machen.



Schließlich muss der Alte den Nachbarn im Frühjahr mit dem Sound aus speziellen, aber zugelassenen Auspuffrohren signalisieren, wie voll und toll er noch am Ball ist. Ob er geheilt im Frühjahr wieder seinen Bock kutschiert, ob der Alte im Frühjahr die schwere Suzuki im Harley-Stil durch die engen, armen Vorortgassen röhren lassen wird, all das steht noch in den Sternen.

Eine Freundin in depressiver Verwirrung schneidet ihre Pulsadern auf und telefoniert noch mit letzter Kraft nach dem Krankenwagen, um ihr Leben zu retten. Ein Multimillionäre, mit Villen in zentrale Lage, quartiert im kleineren Haus Flüchtlinge zum Sonderpreis ein, den das Sozialamt als Miete genehmigt. Eine tüchtige Psychologin betreut traumatisierte Flüchtlinge stundenweise, die bei schönem Wetter auf professionelle Hilfe verzichten. Um diesen Fluchtopfern auch bei schönem Wetter zu helfen, notiert sie die Telefonnummern ihrer Patienten. Das soll diese disziplinieren. Ein Freund aus Südamerika berichtet in seinem Blog von Mumien:

Chauchilla is well known for its 1200 to 1800 years old necropolis in the desert

 


Derweil verräumen mehr oder minder glückliche Erben hierzulande den Nachlass von Verblichenen. Es ist spannend, Nachlass zu entsorgen, zu versilbern, zu verräumen, Musikinstrumente zuerst, Kleider, Kisten, Kästen - vieles noch nie gebraucht muss fabrikneu raus in die Altkleidersammlung - original verpackt. Was für ein Fest für hungrige Obdachlosen, sich Sabber mit Seide zu wischen!


In einem Dortmunder Fresstempel schlemmt wohlhabenderes Jungvolk mit besser gestellten Rentnern All-You-Can-Eat.


In einem Brunnen sprudelt Schokoladen-, im andern Vanillesoße. Solche Mahlzeiten zu zelebrieren, gleicht einem Abenteuerspielplatz für Feinschmecker. Den Kindern bietet diese Erlebnis-Gastronomie einen Spielplatz, damit die Eltern in Ruhe essen können.




 Doch die Pracht hilft mir nicht, von meinen trüben Herbstgedanken zu lassen. Es fallen Blätter von den Bäumen, faulen auf Asphalt, lassen Alte stolpern. Der Tod zieht mit den Blättern die Alten ins Grab. Glücklichere schaffen es über den Winter und sterben dann eben nächsten Jahr - oder auch übernächstes. Dies Jahr ist nicht so gut wie das Jahr zuvor, doch wohl immer noch besser als nächstes Jahr.




Am Wochenende zieht die Welt schon wieder heiterer aus. Wir reisen in unser nächstes Nachtquartier auf den Stellplatz in Aachen. Dort fällt uns ein luxuriöses Schaufenster voller Shisha-Pfeifen auf.


Wer sich statt einer Pfeife ein Pferd leisten kann und will, findet in Aachen auch dafür das passende Zubehör.



Sturmböen und der Zahn der Zeit haben bei dem Kilometerstand 160000 die obere Kühlschrankabdeckung rausgerissen, bemerken wir auf dem Stellplatz in Aachen. Auch dieser Platz ist wieder gut gefüllt, doch wir finden eine ruhige Ecke, um uns für eine Nacht bequem einzurichten. Sturm rüttelt am Wagen, Regenbögen peitschen über das Dach. Ein Sturmtief sucht besonders Norddeutschland heim und fordert drei Menschenleben.


Am Kurbrunnen in Aachen-Burtscheid zapfen wir Heilwasser. Nach neuesten Verordnungen hängt dort zwar das Schild "Kein Trinkwasser", doch trotz des Schildes heilt der Trank.



Einem verwandten Freund von Blumenbildern, der prachtvolle Gewächse in seinem Garten kultiviert und alle Frühjahr wieder in seinem Blog bejubelt, erfreut vielleicht dieses Gewächs vom Stellplatz Aachen, sofern er es bemerkt.



Nachdem meine Frau am Ziel unserer Reise den Wagen mit Waren für ihren Weihnachtsmarkt vollgeladen hat, trifft sie noch Freunde im belgischen Welkenraedt. Den zentralen Marktplatz schmückt dort keine Madonna mit dem lieben Jesuskind sondern ein eindrucksvoller Engel als Kriegerdenkmal für die "gefallenen Kinder des Vaterlands".


  Selbst ein Provinznest wie Welkenraedt mit gerade einmal 10.000 Einwohnern gedenkt seiner Helden und seines Königs Albert, dem Ersten. Das erinnert mich an einen Ausspruch von Ex-Kanzler Helmut:

 "Deutschland ist das einzige Land, das aus seinen Geschichtsbüchern Verbrecheralben gemacht hat."

Die grauenhafte Geschichte schreiben zwar immer politische Großverbrecher und Massenmörder. Doch andere Länder, andere Sitten, wo Stalin, Mao oder Napoleon noch heute höchste Ehren genießen.



Meine Frau herzt ihre Freundin. So verabschieden wir uns von Welkenraedt und genießen die sonntägliche Autobahnfahrt Richtung Bayern.


Bis zur Dämmerung bei umgestellter Winterzeit schaffen wir 220 Kilometer bis Bad Camberg. Mein Stellplatzführer weist dort einen Stellplatz am Hotel Waldschloß aus. Dort gibt es zwar nicht die ausgeschriebenen Stromsäulen. Doch an der Garagenwand findet sich eine Steckdose. Mit Strom plus Abendessen zahlen wir 30 Euro für eine angenehme Nacht. Ein Plastikhirsch im Plastikmoos entrückt uns am Abendtisch ins Paradies der Spießer. Gut erholt reisen wir am Montag morgen auf der Autobahn nach Bamberg, ohne die historische Altstadt von Bad Camberg erforscht zu haben.


 
Dafür rasten wir 200 Kilometer lange und ausgiebig   An der ehrwürdigen Klosterkirche Münsterschwarzach finden wir einen ruhigen Parkplatz, Sanitäranlagen und Mülleimer, also alles, was zu einer geruhsamen Mittagsrast nötig ist.


Das ins Gesicht gegrabene Grinsen der frommen Christenmenschen strahlt Freundlichkeit aus, welche den Reiz von Barbie-Puppen übertragen auf geschlechtliche Bereitschaft ausmacht.




Doch die Andächtigen in der kühlen Klosterhalle denken wohl weniger an Vermehrung als vielmehr an Verehrung.




Jedenfalls verlassen wir wohl gestärkt und frischen Mutes den frommen Ort. Bei aufklarendem Himmel fahren wir ins heimische Frankenland mit seinen Schlößern, Fachwerkhäusern, Bächen, Hügeln, Karpfenteichen, Feldern, Wäldern und kurvigen, engen Straßen - manchmal ohne Markierung.



Bei Sonnenschein erreichen wir unseren vertrauten Stellplatz in Bamberg. Die Frau kauft Lebensmittel ein für die beiden Feiertage, den Reformationstag, am 31. Oktober und Allerheiligen am 1. November. Nach etwa einer Stunde Wartezeit am Stellplatz gibt es endlich einen freien Platz.


Dort lassen wir uns für drei Tage und Nächte nieder und erholen uns von den Strapazen der Reise.



Die Weltkulturerbestadt Bamberg begeistert ihre Besucher immer wieder. Nach dem Bildbericht unserer kleinen Besorgungsfahrt zum Weihnachtsmarkt folgen politische Gedanken, welche mich beschäftigen. Eine Formel fasst alles zusammen: Sozialstaat und offene Grenzen kann es nicht geben.

GfK Art. 33, GG Art 3  und das BGE 

Der Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention schafft Fakten, welche Richtern, Priestern, Politikern und Millionen Menschen ein gutes Gewissen schenken. Fragt sich nur: Wer soll das bezahlen?




Genfer Flüchltingskonvention, Artikel 33 - langsam und zum mitschreiben...

Artikel 33
Verbot der Ausweisung und Zurückweisung

1. Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung bedroht sein würde.


Das gilt für einige Millionen, wenn nicht Milliarden. Den hehren Anspruch der GfK könnten acht Milliarden Erdenbürger einlösen, meint ein Autor. Nach Wagenknecht, Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, soll jeder der hier Beheimateten Bedingungsloses Grundeinkomen (BGE) erhalten. Wie jeder Erstklässler buchstabieren lernt: WIR SCHAFFEN DAS!


Wer, wie Sebastian Kurz, das Gesetz, den Artikel 33 der GfK, bricht, für den findet das Satire Magazin TITANIC die Höchststrafe "Baby-Hitler töten!" Dazu twittert die Redaktion ein Bild von Kurz im Fadenkreuz. Vertreter willkommenskulturellen Organisationen und Interessengruppen wie von Kirchen, Medien und Kulturschaffenden lassen nicht mit sich spaßen, wenn Menschen gegen Geist, Sinn und Buchstaben der GfK agitieren oder als Menschen mit Macht gar das Gesetz brechen. Menschen mit Macht können sich Personenschützer leisten, Autoren in sozialen Medien sind dem Mob recht schutzlos ausgeliefert. Bestenfalls schützt sie eine Gruppe Gleichgesinnter wie auf der Buchmesse, welche sich des Mobs erwehrten. Pirincci war dabei:



18 October 2017

Aus Einsiedl zu Volksverrätern wie Guérot, Wollrad, Weigl, Merkel *

Professorale Wissenschaftskarrieristen zementieren ihre Ideologie im Überbau, die schwer anzugreifen ist. Denn wer gegen geschwätzige Gelehrsamkeit argumentiert, den kanzeln rhetorische Rechthaber als Querulanten oder Verschwörungstheoretiker ab. Hinter dem Geschwalle in elaboriertem Sprachcode steht der Kampf um Macht und Geld.


"Heit hob'sn wieder einen Radler tod fahr'n auf der Straß' von Schlehdorf nach Kochel."
"Ona von uns?"
"Na, a Touri."
"Da giabt's doch 'a Radweg. Hätt' er den nehma soll'n, is' er selba schuld."
Bei Edeka in Kochel am See: Verkäuferin spricht mit Kunden




"Holz vor der Hütt'n": Mit diesem sexistischen Spruch diffamierten boarische Bauern dazumals "Weiber" nach körperlichen Merkmalen wie Arsch-und-Titten. Das Dirndl gilt fortschrittlichen Feministen als überkommene völkische Tracht. Die aus dem Dirndl, welche beherzte Damen meist nur noch vor berauschten Gaudiburschen in Lederhosen auf Oktoberfesten tragen, quellenden Brüste sollten Milch gebende Mütterlichkeit signalisieren und ausladende Ärsche Gebärfähigkeit. Brüste assozierten boarische Bauern daher mit "Holz vor der Hütt'n", was in damaligen kälteren Wintern an eine behagliche, warme Stube mit der Bäuerin denken ließ.

Boarische Gaudiburschen bei Bier und Brotzeit auf der Alm

Wie allerdings Bauern ihre damals oftmals im Kindbett sterbende Frau schätzten, lässt diese Volksweisheit ahnen:
"Wenn Weiber sterben,
ist's kein Verderben,
wenn Ross' verrecken,
das ist ein Schrecken."


Wenn Ross' verrecken, das ist ein Schrecken.

Denn mit dem Tod der Bäuerin bekam der Bauer die Chance, sich mit der nächsten zu verheiraten, mit deren Mitgift der Bauer seinen Besitz um ein paar Hektar erweitern konnte. Als aber noch kein "Dieselross", wie Fendt in Marktoberdorf seinen ersten Trecker taufte, als also die schwere Feldarbeit der Bauer noch mit seinen Rössern machen musste, auch das Brennholz aus dem Wald mit Pferden verschob, da ging ohne Pferdestärken nichts mehr.

Der Fabrikant Fendt in Marktoberdorf baute 1930 sein erstes Dieselross.

Die grausige G'schicht soll darauf verweisen, wie hart das bäuerliche Leben im Land war, wie hart Menschen für Unterkunft und Essen sich anstrengen mussten. Heutige Sozialfürsorge lässt viele Menschen diese Härte des Lebenskampfes vergessen.


Als zg'rosta Preiss hat mir Bayern Asyl, Lohn und Brot bis zur Rente gewährt. Als Ausweichasyl von München passt mir der Wohnmobilstellplatz Einsiedl am Walchensee. Die liebenswerte Mentalität der Eingeborenen demonstriert die Edeka-Verkäuferin in Kochel im Gespräch mit einem anderen Ureinwohner.


 Nicht, dass die derbe Liebenswürdigkeit der  Urbevölkerung mir fremd wäre, nein im Gegenteil! Gesundes Volksempfinden lässt die meisten Menschen in Bayern besser leben als beispielsweise im rot-rot-grün versifften Berlin.





Als Studenten vor bald 50 Jahren haben wir Ereignisse noch anders gefühlt und beurteilt. Da hätten wir uns verbrüdert mit Roma, wenn sie, wie im Berliner Tiergarten, ihre Zelte aufschlagen. Wir hätten viel Verständnis für Drogendealer gehabt, welche ihren Geschäften nachgingen. Wir standen fortschrittlichen Kreisen nahe, welche heute die Freigabe von Heroin fordern, weil diese Droge zum heutigen Lebensgefühl in Berlin passe. Wir hätten dafür geworben, an einem einschlägigen Drogenumschlagplatz dem Drogendealer ein Denkmal zu setzen, weil er dies dort verdiene. Sex galt uns als sportliche Rein-Raus-Übung mit wechselnden Partnern nach der Devise:
"Wer einmal mit derselben pennt, gehört schon zum Establisment."
Fakt war dann aber eher doch, dass jeder froh war, wenn eine Freundin zu ihm hielt.


Nun wuchern, wie die Alpen-Pravda vom Berliner Tiergarten oder die WELT von der Dortmunder Mallinckrodtstraße berichten, nun wuchern rot-rot-grün versiffte Gegenden wie Krebs, die man nächtens besser meidet. Selbst die Polizei ist ihres Lebens kaum mehr sicher, wenn sie beispielsweise bei einer Messerstecherei den Angreifer festnehmen will. Sogar Ersthelfer können sich in innerstädtischen Kampfzonen schwerlich des Pöbels erwehren. Wenn noch eine besoffene Bande außer Rand und Band Feuerwehren hindert, Brände zu löschen, fühlt man sich "unbeheimatet" im Land.   



Vor 50 Jahren hat mir eher der Sinn nach zweifelhaften Abenteuern in Rotlichtvierteln gestanden, mein Körper war stärker, meine Beine liefen besser. Siebzigjährige leben anders, eher nach der Devise: "Mei' Rua' will I hoab'n!"


Plagen dann den Rentner nach seines Arbeitsleben harten Mühen noch Krankheiten, dann dichtet der Blogger-Bruder:

" Gepeinigt durch des Schwindels Last,
hangle ich von Ast zu Ast "

Mich zieht es fort aus dem Münchener Trubel in meine Waldeinsamkeit, einen Stellplatz mit Dixi-Toiletten, ohne Lampen unter dem Licht der Sterne und der Mondsichel im schwarzblauen Firmament.


"Dohoam" im Haus aus Stein lebt man leichter als im VW-Bus am Stellplatz in Einsiedl. An der Loreley im Mai,  als sich vor mir Lastkähne wie Ausflugdampfer um den Felsen stromauf und -ab kämpften, kam mir der Gedanke, es ohne Alkohol zu versuchen. Es erleichterte die Russlandfahrt mit meiner lieben Frau. Es lässt sich leben ohne Wein, Bier und Schnaps.  Ernüchtert sieht man mit anderen Augen die ständige Werbung für ein Gläschen Wein nach getaner Arbeit in abendlichen Fernsehfilmen. Schimanski braucht Bier. Nüchtern tritt der Kontrast zwischen richtigem und falschem Leben deutlicher hervor. Der Koran getrimmte Salafist kämpft klarer ohne Alkohol. 



Zurück zum Stellplatz in Einsiedl. Das Laub brennt von den Bäumen. Die sternklare Nacht kühlt bis auf fünf Grad Celsius ab. Für einen Euro liefert die Stromsäule 1,25 Kilowatt. Das reicht in der Nacht für Notebook, SAT-TV, Lampen und den Lüfter, der die vom Gasofen erhitzte Luft über sechs Ausströmer im Auto verteilt. Mit drei Hosen und drei Jacken lässt es sich wohlig leben mit viel heißem Tee.


Die Mautstraße von Einsiedl nach Jachenau teilen sich Radler mit Auto- und Motorradfahrern. Da die Straße nur einspurig befahrbar ist, zwingt der klapperige 1000-Euro Kleinwagen den 100.000 Euro Ferrari hinter ihm, im ersten oder zweiten Gang zu röhren. Überholen kann keiner. 


Ob ein ergrautes Rentnerpaar im antiken Hymer oder in luxuriöser Landyacht mit Beiboot anreist, auf Campingplätzen treffen sich Landstreichler und Millionäre.



Nach der Radtour am wunderbaren Walchensee braucht der Medienjunkie seinen Stoff: Elektronische Bücher im PC und Infos aus dem SAT-TV. So kommt der Reisende im VW-Bus ohne Schrankwand mit mehreren Raummetern präsentabler Buchbände aus. Im PC blättert man in verschiedenen aufgeschlagenen Sachbüchern wie

"Das Gesetz des Blutes, von der NS-Weltanschauung zum Vernichtungskrieg" von Chapoutot,

liest von

"Hegemonie oder Untergang" bei Noam Chomsky und bleibt am Ende bei Nietzsche mit seinen auf das Wesentliche verdichteten Sprüchlein des

"Menschlichen, Allzumenschlichen" hängen.



Die Natur regeneriert Kräfte und stärkt  für unvermeidliche Kämpfe.

In Anbetracht der angespannten Arbeitssituation der meisten Menschen unterhalten Bilder besser als Text.


Professorin Ulrike Guérot und Dr. Miriam Heigl,




https://youtu.be/y4Tbye1ZXBQ
publica 2015 - Ulrike Guérot: The European Republic is under construction  -
Published on 7 May 2015 - 1:00:26



Die Frau Professor*In qualifiziert sich in ihrem launigen Vortrag mit Jakobiner-Mützchen als wahre Vertreter*In von Frauen, Fruchtbarkeit, Freiheit. In gerader Linie von den Amazonen abstammend, welche ihre Kopfbedeckung mit Stierhoden (14:50) als Ausdruck von Macht schmückten, zur Mona Lisa, die nach Siegmund Freud als Darstellung nicht von Mann und Frau zu unterscheiden sei, und deswegen zeitlose Schönheit habe. Frau, Freiheit, Fruchtbarkeit stünden gegen Macht, Männlichkeit - im weiteren Sinn gegen den mörderischen Nationalstaat weißer, alter, hässlicher Männer.

Frau Professor*In Ulrike Guérot bretzelt sich in ihrem mehr als 10.000 mal genossenem Vortrag vom Mai 2015 als Pop-Star einer Szene auf, welche mit Conchita Wurst (18:03) ihren Ausdruck als Europa gefunden habe, wie Professor*In Guérot jubelt:  "Conchita Wurst ist aber Europa, viele fühlen sich davon angesprochen."



Bayernistfrei fürchtet in einem verlinkten Kommentar zu unserer unvergleichlichen Koryphäe Professor*In Guérot ein Ende im Nichts:

"Das einzige konkrete Instrument, das Guérot nennt, ist ein allgemeines, gleiches europäisches Wahlrecht, mit dem die bisherigen Nationalstaaten samt der europäischen Institutionen ausgehebelt werden sollen. Von den davor nötigen Vertragsänderungen ist bei Ihr keine Rede, wie man die nationalen Verfassungen verändern oder gar aufheben könnte - auch darüber kein Wort. Ein Riesensatz nach vorn für Guérot, in Wahrheit ein "Zurück in den Naturzustand", wie man seit Thomas Hobbes, den sie mehrfach zitiert, wissen kann: Das würde ins europäische Chaos führen oder im Nichts enden."

Anstatt, wie das von Ulrike mit Jakobinermützchen bestens bespaßte und unterhaltene Publikum dieser Perle von Gelehrsamkeit Beifall zu klatschen, erdreistet sich der Kommentator, die politische Verwertbarkeit unserer unvergleichlichen Prof. Ulrike zu untersuchen! Als ob es darauf ankäme. Im akademisch-politisch Verwurstungsbetrieb unterhaltsamer Meinungen kommt es auf die Kunst gefälliger Selbstdarstellung an. Und das macht Ulrike vortrefflich! Dafür stellt sie ein akademisch-politisch-medialer Diskurs in die Bütt, dafür applaudiert ihr Publikum, so goutiert sie das Feuilleton der Alpen-Pravda oder zerreißt sie ein FAZke. Ulrike qualifiziert sich mit ihrer medialen Masche und ihrer Bühnenpräsenz als hervorragende Fachkraft für den global-kommunikativen-klerikalen Klamauk im Stil klassisch bildender Beharrlichkeit:

"Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt, "

usw.....

Wer in dies Elysium hoch dotierter Posten aufgestiegen ist, für den stellt sich doch keine Frage mehr nach einem "konkreten Instrument" beispielhaft als "allgemeines, gleiches europäisches Wahlrecht, " nein, diese Büttenredner höchster Expertise und gefälliger Gelehrsamkeit brillieren vor Parlamenten, bei Gericht, auf klerikalen oder akademischen Kathedern mit einer abgehobenen Utopie weit jenseits von Machbarkeit oder der tristen Realität im Existenz- und Konkurrenzkampf.



Unsere Ulrike lässt sich gleich Künstlern wie Konstantin Wecker oder John Lennon auf der Bühne bejubeln und bezahlen dafür, dass sie die Träume ihres Publikums geschickt aufgreift und gefühlvoll darstellt. Goebbles, der Bock von Babelsberg, notierte nach seiner berühmt berüchtigten Sportpalastrede in sein Tagebuch von einer "Stunde der Idiotie". Doch auch und gerade Idioten haben ein Recht auf Unterhaltung in der Tradition der Gladiatorenkämpfe im Kolosseum, zur Sportpalastrede, über Conchita Wurst, wieso denn nicht zu Frau Professor*In Ulrike Guéron?

Vom nächsten Autoren bei "Bayern ist frei" zur nächsten Dame, der unvergleichlichen Frau Dr. Heigl.




Der Autor berichtet von zwei Kriminellen, 22 und 16 Jahre alt, die in München 340 Objekte verschmiert und verschandelt haben, ein Schaden von 700.000 Euro. Von den Kindern ist wenig zu holen ist. Von wem dann, fragt der Autor:

".... ob der Münchner OB Reiter (SPD) nicht die moralische Pflicht hätte, für die Schäden durch indoktrinierte Kinder aus dem Topf seiner Partei aufzukommen."

Nicht dies "hätte, hätte Fahrradkette" kritisiert mein Kommentar, nein die vollkommene verfehlte Mischung von "moralischer Pflicht" mit Politik.

Politik fragt nach Macht, nicht nach Moral. Kommen Menschen wie in Medien, Klerus, Kultur, Talkshows, im Kabarett oder Theater mit "Moral", verbergen sie dahinter ihren Anspruch auf "Macht". Deshalb verspottet der Volksmund das älteste politische Handwerk, das bunte Bimmelbammel der Priester:

"Sie predigen Wasser und saufen Wein."
Kritik muss verkommene Macht angreifen, die beispielhaft das kriminelle Treiben von Kindern solange unterstützt und fördert, solange es der Macht nützt. Weinerliches Einklagen von "moralischer Pflicht" bei Typen wie dem München-SPD-"Ober"-Bürgermeister oder anderen medialen, kulturellen, klerikalen Machthabern verkennt die skandalösen Strukturen Ehrenwerter Gesellschaften.

Nietzsche belustigt der Rückgriff auf die Moral, welcher er das Beiwort "larmoyant", also rührselig, anheftet:

"Moralité larmoyante. - Wie viel Vergnügen macht die Moralität! Man denke nur, was für ein Meer angenehmer Thränen schon bei Erzählungen edler, grossmüthiger Handlungen geflossen ist! - Dieser Reiz des Lebens würde schwinden, wenn der Glaube an die völlige Unverantwortlichkeit überhand nähme." (Menschliches, Allzumenschliches #91) 

Zurück zum wunderbaren Walchensee!

 


Sich vom heimischen Sessel in einem Haus aus Stein auf das Leben im Auto und der Natur umzustellen, dauert immer eine gewisse Zeit.


Doch jeder Ausflug in die Natur beschenkt mich mit herrlichen Eindrücken, die Bilder nur bedingt ablichten. Bildern fehlt die dritte Dimension, dazu sinnliche Eindrücke von Kälte, Wärme, Wind, dem Duft von geschnittenem Gras, das Plätschern der Bäche und das Gluckern leichter Wellen auf den  Steinen am Ufer.



Die Dame reckt sich, um mit ihrem Smartphone ein besseres Bild zu machen oder für ihren Mann im Auto ein besseres Bild abzugeben.


Die Laubbäume brennen in leuchtenden Farben.


Der See spiegelt die Wunderwelt.


Manchmal verschwimmen die Formen im welligen Wasser.


Wer sich auf einem Holzweg in die Höhe vorarbeitet, muss oftmals auf dem gleichen Weg wieder zurück ins Tal.

 


Das Bild würde nach einer Drehung um 180 Grad kaum anders aussehen.



Die Spiegelung fasziniert mich: Das Zoom zieht den Zauber noch ein wenig näher heran.

Holzschindeln decken das Dach des Kraftwerks Niedernach. 


Viele nutzen das Wochenende, um Motorräder und Oldtimer am Walchensee auszufahren. München öffnet derweil an dem Oktoberwochenende seine Nacht der Museen. Mehr Pracht als am sonnigen Walchensee kann es nicht geben! Es verabschiedet sich das Sommerjahr im goldenen Oktober.


Eine Hausnummer wie 54 1/3 sieht man sonst eher selten. Doch bei Jachenau gibt es mehrere solcher Hausnummern.


"50 Jahre Schilift Jachenau" ist schon ein denkwürdiges Jubiläum, die Schreibweise in den Schildern variert von "Schilift" zu "Skilift".



Behaglich nuckelt der dicke, sparsame Rentner an seiner Bierflasche, mitgenommen auf die Radtour von Einsiedl nach Jachenau. Mittags ist der Platz in der Oktobersonne zu heiß. Ein Haus gegenüber bietet eine Bank im Schatten. Von dort überblickt man entspannt die Karawane aus Motorrädern und polierten Oldtimern.



Mir sind wenige Wege in Bayern bekannt, welche so schön und abwechselungsreich sind wie die Strecke von Einsiedl nach Jachenau.


Der Klang des schweren Maschine brummt schon lange im Tal, bevor sie um die Kurve kommt.



Ein alter Benz bringt rot weiße Farbe auf die Landstraße von Jachenau.


In die Bilderbuchlandschaft gehört ein Blumen geschmücktes Bilderbuchhaus.


Immer wieder bleibt man stehen und schaut staunend auf die bunten Blätter.


Erhebende Einsichten von Dr. Eske Wollrad






Wer selber viel und gerne bloggt, der bleibt an diesem Satz des begnadeten Autoren Floydmasika hängen.
„Zwar endete das EU-Projekt Erziehungswelten, aber
die Egalitärfrömmelei in ihrem Lauf halten keine Blogger auf. “
Die Damen in Talkshows, auch Schrift kundige Gelehrten wie die zuvor von Floydmasika gepriesene Ulrike Guérot haben gegenüber der tumben Männerwelt einen unschätzbaren Vorteil: Sie bespielen die Klaviatur der Emotionalität weitaus feiner, subtiler und einfühlsamer als Männer zumeist. Männerphantasie gilt als schmutzig, verwerflich, grobkörnig.

Gut rechnende Dame verfügen mit ihren Reizen über einen goldenen Schlüssel, um reiche, mächtige Männer zum Missbrauch ihrer Macht zu verführen, was den Damen doppelt nützt: Erst bezahlt das Machoschwein seine süße Beute, nach Jahrzehnten klagt das arme, unschuldige Opfer reiche Entschädigung ein.



Weibliche Phantasie hingegen begeistert wie mit Shades of Grey wollüstige Frauchen und bringt, soweit mir die Besprechung des Bestsellers geläufig ist, die Heldin ins Ziel: Der Millionär schwängert seine Süße. Im weiblichen Sehnen nach Befruchtung spielt Farbe, Rasse weniger die Rolle als pekuniäre Potenz. So findet selbst der Tattergreis noch eine flotte Gespielin, wenn die Penunzen stimmen.

Je mehr Menschen um schwindende Ressourcen kämpfen, umso härter wird die Konkurrenz. Egalitärfrömmelei wie viele weitere Geschwätzwissenschaften sind ebenso ein luxuriöser Zeitvertreib wie die Tastenklimperei selbst so begnadeter Blogger wie Floydmasika oder des FAZkes Don Alphonso, oder meines Favoriten: Der-kleine-Akif.

Gerade Akif Pirincci steht offen dafür ein, was er schreibt. Deshalb muss er vor Gericht als schuldiger Sünden büßen und bezahlen. Doch Akif, diese Edelfeder, setzt Strafen als Werbungskosten ab. Den Rest spendet seine Fans.



Der Autor Floydmasika, der Schätzchen wie Dr. Wollrad, Professorin Guérot und viele andere "ausgräbt", träumt, wenn er fordert:

Statt der Masse der Unproduktiven, die es immer überall gibt, zu alimentieren, würde ein strategisch agierendes, auf die Mehrung seines Gemeinwohls bedachtes Gemeinwesen sich auf die Förderung der produktiven Minderheiten konzentrieren.
Eher scheint mir Geschwätzwissenschaftliche Rassetheorie gegen Weiße allgemein, weiße Männer im Besondern und weiße, alte Männer als schlimmste Spezies eine Folge des rückschlagenden Pendels, um Nazitheorien zu sühnen, wie Johann Chapoutot beschreibt mit seinem Buch:




Schließlich bleibt die Basis christlich abendländischer Werte ein kollektiver Schuld-Scham-Sühne Komplex.

Wie anfangs ausgeführt, sind die Rassetheorien unserer gelehrten Damen subtiler, feiner – zeitgemäß. Nur geht dieser Vernichtungskrieg als Geschlechterkampf mit akademischen Weihen diesmal gegen uns.



Erst wenn Millionen sich wehren, wenn Merkel Macht verliert, bessert sich die Situation - hoffentlich. Im kakophonischen Chaos sind Kontroversen zwischen globalitär-humanen und nationalen Egoismus kaum mehr zu überbrücken.



Kein Wunder, dass sich bei zuspitzenden Kontroversen alte Sozialdemokraten wie Albrecht Müller, beklagen.