20 July 2017

Flucht nach Russland aus Spießerland

Der liebe Leser stelle sich Estland vor, einsam, wolkig, windig, kühl und 70 Kilometer vor der russischen Grenze. Er stelle sich ein einsames Camp am Meer vor mit Wifi satt. Schland erscheint im Sat-TV und Internet wie unter einer Lupe. Wer bleibt beschränkt bei seiner Filterblase? Rechte? Linke? Gartenzwergfreunde?


Die russische Webseite newsbalt.ru mit Sitz in Kaliningrad stellte im Februar anlässlich der Stationierung von bis zu 500 Bundeswehrsoldaten in Litauen die Frage, ob sich die Geschichte wiederhole - um dann Parallelen zur Okkupation durch das Nazi-Regime zu ziehen. Zudem wurde der Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit dem Besuch Hitlers in Klaipeda 1939 verglichen.
Auf der englischsprachigen Seite russia-insider.com hieß es, Deutschland okkupiere Litauen auf Einladung der Regierung in Vilnius. Danach gab es weitere Versuche, die Bundeswehr und die NATO in den baltischen Staaten mit Desinformation bei der Bevölkerung zu diskreditieren.




Der Text wird böse, zynisch, gemein. Den Spießer schaudert's wie mich im kalten Meer.



Die Ablenkung der letzten Stadt in Pürna liegt hinter uns. Dret Tage haben wir uns unter Finnen, bei Sonnenbädern und in den kühlen Meeresfluten gut erholt. Bis zur Grenze sind es noch 70, nach St. Petersburg 220 Kilometer.


Ja, ja, es ist schon klar: Jeder hat seine Überzeugungen, heilig und unantastbar wie "mein Auto, meine Frau, mein Haus, mein Garten" - mit allem, was dazu gehört. Gartenzwerge, ein stets Jajaja nickender Wackeldackel, eine Glückskatze, die ebenso unermüdlich mit der Pfote wie der Dackel mit dem Kopf winkt, mindestens 100 PS, besser 150 - und wer bietet mehr? Unsere kleine, heile, schöne, abgeschlossene Spießerwelt, die "Mei-Ruh-will-i-hoab'n", wir Unpolitischen Smalltalk Schmeichler, wir Radfahrer, Buckler, Bücklinge, die wir uns in Schleimschlecker Banden wohl fühlen und einander Größe, unser unverrückbares Recht, unsere absolute Wahrheit versichern gleich 100 Prozent reinem puren Gold. Kurz: Menschen wie Du und ich! Mich ausgeschlossen, bittschön!


Wo wir Bürger leben, sicher im Wohlstand, lebt es sich angenehm. Dort gibt es keine Verbrecher, die unsere Neubauwände mit Grafitti verunstalten, unsere Autos zerkratzen oder gar abfackeln. In unserer bürgerlichen Behaglichkeit entsorgt Herrchen Hundescheiße im schwarzen Kotbeutel und diese Plastikpracht im Müll. Keine Kippe liegt dort auf unserer Gasse, keine Bierdose, kein Pappbecher und schon gar keine Glasscherben zerschmetterter Brantweinflaschen. Diesen Extremismus lassen wir Wohlstandbürger den Hooligans, den Linken, der Antifa, den versoffenen Neonazis, tätowiert mit Parolenirrsinn aus ihren Filterblasen.


Wer - wie wir - im Wohlstand lebt, hält sich sauber und gesund, stellt seine Sauna in den Garten, sofern dort Platz noch ist bei seinem Biospährenreservat Tümpel mit quakenden Plastikfröschen und Grüß Gott grinsenden Gartenzwerglein. So süß - aber auch!


Gartenzwerg Idylle strahlen statische Ruhe und fröhlichen Frieden aus. Nichts ändert sich. Alles bleibt, wie es ist, ruhig, friedlich, schiedlich. Gartenzwerge symbolisieren die urdeutsche Tugend: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!



In dieser unserern Welt wollen Weibchen weben, leben, küssen, kochen, heulen und herzen, sich bespringen und begatten lassen. Das ist unsere Welt der stets säumigen Steuerzahler, der arbeitenden Bevölkerung. Wir sind das Rückgrat der Nation, die Generation Sandwich, welche unsere alten, dementen, zahnlosen Eltern im eigenen Heim pflegt, unsere Brut bestens versorgt, grün wählt und die herzallerliebsten Kinderlein im Zweitonner-SUV zum Kindegarten fährt - 500 Meter weit. Das muss man verstehen bei den Gefahren im Verkehr, nicht wahr?


Schließlich muss frau morgens noch mit Freundinnen den Cafe Latte nach dem Shoppen schlürfen und sich erzählen, "haste nicht gesehen, was der Franz seiner Funny für einen flotten Flitzer gekauft hat - ganz knallrot?"


Oh, man kann, wird und muß geradezu "MY ETERNAL ENERGY" verherrlichen, das angestrengte Paddeln nach dem Nötigsten für das eigene Idyll, "mein Haus, mein Auto, mein Garten, mein Herz". Es hängt an ihnen allen, meinem Kindchen und natürlich Papa, der arbeitet. Frau selbst bringt ja genug ein in die Zugewinngemeinschaft. Zusammen bilden wir das Rückgrat von Merkel-Germania, unserer geliebten GröMaZ, der Größten Mama aller Zeiten. Weiblich,weich und willig wollen wir wieder und wieder wählen, Merkelmania sei mit uns und mit deinem Geiste, den uns deine Busenfreundin Friede Springer per BILD ins hohle Hirn hämmert - Hallelujah!

Oh, diese böse Häme, im Netz so fake, so falsch, so flach! Aus ihren fürchterlichen Filterblasen krakelen kranke Kritiker:
"Ach wie gut, dass niemand weiß, dass meine Freundin Springer heißt !"
"Eine Symbiose von Presse und Politik. Die Duzfreundinnen Friede Springer und Angela Merkel haben eine enge, am Nutzen orientierte Beziehung. Auf der einen Seite der Springer Verlag – das mächtigste Presseorgan in Deutschland, auf der anderen Seite die Bundeskanzlerin, die gerne ihren Nutzen daraus schlägt. Das Ergebnis findet sich so gut wie jeden Morgen in der „BILD-Zeitung“: „Kanzlerin der Herzen“, „Super-Merkel“, „Standfeste Powerfrau“, „Eiserne Kanzlerin“, „Mächtigste Frau der Welt“".


Pfui Deibel!



Papa wagt sich jeden Tag hinaus ins wilde Leben, auf das weite Meer, in die Heerscharen der Autofahrer auf verstauten Wegen, baut Straßen, verwaltet Gesunde wie Kranke, zahlt Steuern und lenkt die Geschicke des Landes ... und unsere beste GröMaZ, die Größte Mutti aller Zeiten, lädt ein ins Land, wo wir mit Hungrigen unser Brot brechen, unser Bier und Bett teilen. Wir, das sind wir, die Guten, nein die Besten!

Schließlich gibt es doch so viel Leerstand in den Städten, soviel Arbeit für alle, soviel Bier, soviel Brot und soviel Betten - alles im Überfluß. GröMaZ mit Bischof, Kardinal und köstlich klingenden Koryphäen im Unterhaltungsprogramm der Staats- und Werbesender stimmen uns ein, was gut ist für uns. Führe uns, wo immer Du gehst, wohin immer Du willst, geliebte GröMaZ, wir schaffen das!


Böse Menschen können unsere weisen Staatenlenker, allen voran unsere liebste GröMaZ, nicht in den Schmutz ziehen! Böse Menschen schreiben schmutzig, denken schändlich und handeln schädlich.  Böse sind die, die unsere Flüchtlingsfreude zersetzen und ewig rückwärts gewandt als national-regionale Vaterland fantasierende Nazis regridieren!


Nicht mit uns! Die Sonne scheint für uns Gerechte, wir leben auf der sonnigen Seite und jubeln morgens "always look on the bright side of life!" und abends "wir schaffen das!" Positiv Leben eben.



Hin und wieder mischen sich gleich Kuckuckskindern artfremde, entartete Autoren in den Reigen der Rechtschaffenen, böse Menschen, die unserer GröMaZ nur Schlechtes, Schädliches und Schändliches andichten, pfui! Pfui! Pfui über sie, wir Vorgartengartenzwergspießer verachten euch Böse! Wir Guten bleiben Merkel treu - jetzt und immerdar und in Ewigkeit. Amen.




Ein ganz übler Zeitgenosse, längst aus allen Buchläden verbannt, ein Schmierschreiber wie aus Urzeiten des Hexenhammers hat einfach nicht gemerkt, dass der Zug längst abgefahren ist für ihn und er nun schon auf Knien seine Richter um Gnade und seine Leser um Spenden bitten muss, dass ihn überhaupt noch ein Anwalt vor einem Gericht vertritt. Dieser undeutsche Türke, dieser untürkische Deutsche - dessen Name nicht genannt sein soll, darf noch wird. Er sei  VERDAMMT IN ALLE EWIGKEIT!
Dampflok "L-5049" - 2000 PS, 90 km/h Spurweite 1520 mm, erstmals in Russland 1945 gebaut und bis 1955 aufgelegt, vielfach in Estland eingesetzt


Der Zug für kranke Kritiker des Vierten Reichs Merkels ist längst und weit abgefahren. WELT-Leser meiden selbst schon das Meinungsgemaule mit Typen, welche karikiert mit Bart und Brille schon das Böse an sich darstellen.



Der sizilianische Wirt, der 14 Jahre lang einer Münchener Szene-Kneipe gutes und preiswertes Essen kochte, hat es gewagt, den Bösen Bier und Brot zu bieten. Vorbei, guter Mann! Du hast den Zwang der Maasregeln zu spüren bekommen, Du musst Deinen Laden schließen. Mit Bösen kannst Du im Land der Guten kein Geschäft machen!



Tja, tut uns leid guter Mann! Aber München geht uns hier, kurz vor der russischen Grenze, ohnehin an allem vorbei. Und Schland? Das arme Land kannst Du vergessen!


Wieso soll man noch einen Gedanken an Schland verschwenden, wenn man das Land glücklich hinter
sich gelassen hat?


Wer geht denn noch in Zeiten wie diese auf "Volksfeste"? Daheim im Garten bei unseren Zwergen sind wir sicher. Solange das "Volk", welches sich auf Festen rumtreibt, nicht in unsere Gärten trampelt, ist unsere Welt in Ordnung. Die WELT! Was die WELT immer für böse Schlagzeilen und Artikel bringt! Ein Blatt für pensionierte Offiziere und entlassene Facharbeiter, doch nichts für die Filterfriedensblase unserer Selbstzufriedenheit, unserer Freude am Fußball, an Heidi Klum und ihrer Supermodellsuche, an Formel-1-Rennen, unserer allerliebsten Muschikatz und Dackel Waldi.


Wenn die Sonne scheint kurz vor der russischen Grenze lädt sogar das kalte Meer ein zum Bad, auch wenn es Überwindung kostet. Daheim skandiert der Mob Parolen des Irrsinns wie "kein Mensch ist illegal" oder "no border, no culture, no future" und verabredet sich mit anderen irrsinnigen Banausen mit Brandsätzen und brutaler Gewalt die "Welt zu verbessern". Viel Glück. Bill Gates schwant nicht Gutes:



Wenn sich solche Gedanken bis zu Friede Springer und unserer geliebten GröMaZ rumsprechen, was Bill Gates meint erfahren zu haben, könnten die Damen im Sinne von Auflage und Machterhalt ihre Politik der offenen Grenzen überdenken. Aber solange unsere geschenkten Menschen den Gartenzwergen derer, die schon länger hier leben, nicht auf die Zipfelmützen kacken, sollen mütterliche Brut-, Nest- und Wärmeinstinkte doch keine bös blutigen Bilder von bewaffnet bewachten Grenzen erschrecken und erschüttern.



Regenbogenbunt sei unsere schöne Welt, friedlich und still wie nach einem Regenschauer. Schon preist unsere Verteidigungsministerin Kindergärten bei den Kasernen ein. Der Soldat soll schön und friedlich im trauten Heim Rasen mähen und dabei aufpassen, dass kein Gartenzwerg fällt.


Nun gut, es gab vor grauen Vorzeiten einst fürchterliche Kriege. Diktatoren wie Stalin und Hitler wüteten gegeneinander. Millionen und mehr Millionen "bissen ins Gras". Doch das war einmal. Barbies Frieden und Freuden beflügeln unser buntes Traumland. 







Wo sich irgendein Links-Rechts-Mob mit Sicherheitskräften prügelt, da halten wir uns fein fern. Wir von der Ehrenwerten Gesellschaft mit unseren Häuschen im Grünen ducken uns eben etwas tiefer. Wir lassen unsere Ghettos im Grünen besser bewachen. Draußen vor unserer Tür kann, darf und wird schon kommen, wer denn da immer kommen will und kann, nur eben weit genug draußen. Dann schaffen wir das.


Je mehr Menschen Retter aus ihren chinesisches Gummisbooten ziehen (Stückpreis 600 Euro für eine 40 Menschen ladende Gummiwurst), umso mehr Menschen wagen die Überfahrt in den schlabberigen Luftbooten.

Wie schön! So vertreiben sich gelangweilte Gattinnen ihren Altweibersommer damit, sich mit ein paar feschen, frischen, braunen Buben zu vergnügen, während es den ergrauten Herrn mit lechzender Zunge zur feuchten Femme Fatale treibt. Jedem Tierchen sein Plaisierchen, Ehe für alle und Einkommen bedingungs- und grenzenlos.


Rentner gehen mit gutem Beispiel voran und verziehen sich in die menschenleeren Weiten des Baltikums. Dort gibt es Platz satt. Wer in Schland nicht mehr zum produktiven Menschmaterial der Steuerzahler gehört, verziehe sich aus übervölkerten, überteuerten Ballungsräumen in verlassene Dörfer. Wer nicht einmal das mehr schafft, weil Hartz-4 oder Grundrente nicht reichen, müht sich zumindest sozialverträglich mit Korn und Junkfood um sein vorzeitiges Frühableben.


Da werden noch manche schwarz vermummten Antifanten über sieben Brücken gehen, wenn sie ihre Versorgung von Papa oder Vater Staat mit den Seid-Willkommen-Millionen teilen müssen. Denn dieser Kuß der ganzen Welt wird teuer, teurer als teuer. Aber wer sein Schäfchen zeitig ins Trock'ne gebracht hat, was kümmert den anderes Elend?



Denn solange uns Läden mit unseren notwendigen Lebensmitteln versorgen, der Käse aus Frankreich, Wein und Südfrüchte aus Italien, Spanien und Portugal, Oliven aus Griechenland kommen, solanage sich Weizen, Gerste, Roggen und Hafer satt in den Halmen wiegen, muss niemand seinen geliebten Bruder töten, braten und fressen. Ausnahmen gibt es immer und überall, wenn beispielsweise irgendein VIP höchster Nomenklatura für seine verrotteten Organe Ersatz braucht. Für den schlägt dann nach der Transplantation das Herz eines ausgeschlachteten Mörders munter weiter.




Es empfieht sich, die Ereignisse entspannter zu genießen und sich weniger um Land und Leute zu sorgen als um sein eigenes, spießiges Wohlbefinden. Schon seit 1412 trotzen in dieser estländischen Vasallenburg Purtse die Herrscher den wechselnden Zeiten.
Das Rittergut Purtse wurde erstmals 1421 urkundlich erwähnt. Es gehörte bis ins 17. Jahrhundert der deutschbaltischen Adelsfamilie von Taube (von Tuve). Um 1530 ließ Johann von Taube am Ostufer des Flusses das dreigeschossige befestigte Gutshaus aus Stein errichten. Es diente sowohl Wohn- als auch Verteidigungszwecken. Die Mauern waren mit einer Stärke von 2,35 m außerordentlich dick.
 Mit zunehmenden Jahren wappnen wir uns mit einer Schicht nach der anderen, vergleichbar einer Zwiebel. Ob man sich diese Schichten aus Fett anfrisst wie weiland Kaiser Kohl der Große, Ziehvater des Mädchens unserer späteren GröMaZ, oder sich mit Schichten von schaurigem Zynismus umgibt, läuft auf das Gleiche hinaus. Hauptsache, man wird gefühllos für den Wahn humanitätsbesoffner Frömmler, die landauf, landab von "kein-Mensch-ist-illegal" und "Einkommen bedingungslos-weltweit" fantasieren.


Irgendwie muss man zwar in unseren Breiten schon im Frühling für die kalten Tage sorgen, um über den Winter zu kommen. Aber solange Strom aus der Dose, Wasser aus dem Hahn, Wärme vom Ofen und Geld aus dem Bankomaten kommt, Daten via WiFi durch den Äther rauschen, braucht man keinen Erdkeller mit Schornstein, um Fleisch und Fisch zu räuchern.



Empfindsame Geister wie Anabel Schunke können ihre gesteigerte Wut zwar noch hübsch literarisch verarbeiten, bestenfalls sogar vermarkten, doch des Spießers Seligkeit in seiner Zwerge Garten stören solche Sätze wenig. In den hochprozentualen Feuchtgebieten seiner Seifenblasen merkt er nicht einmal, was Anabel dort ablässt. Und er will's auch nicht merken.
Nein, ich bin nicht bereichert. Ich bin wütend. Und meine Wut steigt in dem Maße, in dem mich dieser Staat, seine Regierung und seine Justiz gegenüber künftigen, jetzigen und früheren Einwanderern der Lächerlichkeit preisgeben, in dem jedwede Kritik an diesen Zuständen ins politische Abseits gedrängt und gesellschaftlich sanktioniert wird. In dem er zulässt, dass ich, meine Kultur und Werte von Menschen mit Füßen getreten werden, die von all diesen Dingen hierzulande profitieren.

"Anabel, ach Anabel, Du bist so herrlich intellektuell..."...........



Texte, egal wie und von wem, Pirincci, Anabel, Sarrazin, Abdel-Samad, Pilch oder Philolaos bei Bayern ist frei... .all das Geschreibsel war, ist und bleibt lächerlich, ein Nichts gleich einem Fliegenschiß auf Hundehaufen... aber, aber, aber wir vertreiben uns wie anderen die Zeit mit ein paar bunten Bildchen, schlauen Sätzchen und wissen schon jetzt, nach der September-Wahl sind wir dümmer als zuvor.



Flucht ist nie angenehm. Heute morgen musste das erste Mal auf dieser Russlandreise die Heizung unser rollendes Stübchen aufwärmen. Bei 11 Grad Celsius wird es auch mit zwei Personen nicht richtig warm im Auto. Auch das Meer bleibt kalt. Aber man muss ja nicht baden. Das Radio erzählt von 33 Grad Celsius in Spießers heißer Hölle, sorry im Spießer Himmel. Schlafmohn fließt satt aus den Wein-, Bier- und Schnapsflaschen. Da kommt man gut in die Nacht. Und diese paar Flüchtlinge bringen doch ein wenig fröhliche Folklore ins bunte Spießerland Schland, Merkel sei Dank!


Ach ja, wenn es zu viel werden, und die Vielen zu laut werden, dann zieht man sich in Spießer Paradies seine Datsche zurück, wie Rentner auf Reisen oder Freizeitkapitäne auf ihrer Yacht.

Selbst in schwierigen Zeiten darf man sich doch den Spaß an der Freud nicht nehmen lassen - Spießer hin oder her.

Wer kennt sich mit komplizierten Rechtsfragen wie der Genfer Flüchtlingskonvention Artikel 33 schon aus? Wie Merkel, Juristen, Politikern und Wirtschaftsführern umso mehr, je weniger wir sie verstehen. 


Hartmut Pilch will schlauer sein als die höchsten Richter mit seiner Kritik und schreibt von einem "Todesurteil des Europäischen Gerichtshofs"! Muss sich da nicht Spießerseele empören über solche frechen Anmaßungen?!

Australiens berühmte No-Way-Politik ist nichts neues. Vor dem 23. Februar 2012 war die Zurückschiebung irregulärer Bootsmigranten in Transitstaaten gängige Praxis. Die Bundeszentrale für Politische Bildung berichtet in Newsletter Nr. 126423 vom 01.03.2012 völlig unkritisch bis jubelnd über das Todesurteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 23. Februar im Fall Hirsi Jamaa und andere gegen Italien (Az. 27765/09):


Von Narwa nach Petersburg


Ein erster Blick auf die russische Grenze von der Narwaner Festung - erbaut 1690.


Auf der russischen Seite liegt Iwangorod - natürlich mit einer eigenen, noch großartigeren Burg.




Die Grenzformalitäten stehen uns noch bevor. Doch am  nächsten Morgen geht es relativ zügig voran. In nur zweieinhalb Stunden haben wir es geschafft. Doch zuvor begeistert uns Narwa mit Burg, Kathedrale und einer Borschtsuppe




Die dicken Mauern waren denn dann doch nutzlos. Die Kanonen brachen auch dickste Mauern.

Im Innenhof der Burg bieten Handwerker ihre Produkte an, welche sie in mittelalterlichem Stil anfertigen.



Die Sonne kommt: Die Burgen von Iwangorod und Narwa



Zwei kleine Italiener haben sich im Fiat 500 die Strecke bis in die Mongolei vorgenommen.


Meine Frau mag orthodoxe Kathedralen wie diese in Narwa.



Wie üblich gibt es einmal, manchmal auch mehrmals am Tag Gewitter. Nach kurzer Zeit hat der Wind die Pfützen dann wieder getrocknet.


Eine Borschsuppe in Narwa zum Abschied aus Estland. Das Camp lag etwa 15 Kilometer außerhalb sehr ruhig an einem See.

Grenze und Fahrt nach Petersburg


Zum Glück kamen wir morgens zuerst an den Grenzzaun. Der Grenzer schickte uns vier Kilometer zurück mit einer Adresse, wo wir unser Fahrzeug erst registrieren mussten. Mit der Registraturnummer öffnete dann der Grenzer das erste Tor. Nach der Kontrolle durch den estländischen Beamten ging es nach einer weiteren Wartezeit auf die Brücke, welche nicht von zuvielen Fahrzeugen belastet werden durfte. Bussse hatten Vorfahrt. Unsere Wartezeiten summierten sich schlußendlich auf zweieinhalb Stunden. Dann war die Hürde genommen und wir machten am nächsten Fluß Pause.


Mit dieser geruhsamen Pause auf dem Land verabschieden wir uns von ländlichen Gefilden. Denn danach schaukelt mich Stephanie sicher und gekonnt durch den Großstadtverkehr von St. Petersburg.


So gelingen mir einige Schnappschüsse aus dem fahrenden Auto.


Wir fahren auf der vierspurigen Autobahn etwa 30 Kilometer um St. Petersburg herum, bevor wir in die Innenstadtbereiche einfahren.



Unser Camp am Elizar Hotel - drei Sterne - haben wir schon im April gebucht und auch eine Buchungsbestätigung erhalten. Ein Dresdner VW LT 35 Missouri wurde nur nach langer Diskussion untergebracht, da das Camp überbucht wäre. Aber einer ging noch. Wir kamen einen Tag zu früh und durften in der Parkbucht für die PKW ein Notquartier finden. Die Sanitäranlagen sind für den stolzen Übernachtungspreis von 33 Euro bescheiden. Die Frischwasserversorgung ist noch ein Rätsel, soll durch das Hotel erfolgen. Die Sauna im Hotel ist winzig, Die Straße vor dem Hotel laut. Doch wir sind in St. Petersburg gesund und glücklich angekommen, wie das Bild beweist.

1 comment:

Alfred Röck said...

A. Röck, Vors. Club Voltaire München 1994: ALLES GUTE zum GEB. TAG - dem "artfremden" Autor ERHARD THOMAS ! Der sich in 2017 mit seinen neuen Reiseberichten - "Nichts wie weg"- noch gesteigert hat, und der Voltaire`s Real- Zynik, (bestens faktisch unterlegt), kaum nachsteht!
II) Man wird wissen, dass wir mit Laudatiae ziemlich sparsam sind, nicht mal Hans Magnus Enzensberger konnte die letzten 2 Jahre eine von uns erheischen, i.Ggs. zu früher; denn Versager Enzensberger analysiert neuerdings, gleichsam einem Psychiater der klassischen Schule, den Patienten (Islam)- u. dazu auch noch amateurhaft dumm auf Abend- Küchen. Geschwätz- Niveau! Solche Psychiater erklärten Patienten, nach vielen Jahren teurer Sitzungen, warum sie unglücklich sind- u. sie blieben es! Inwiefern glaubt E. - mit seinen Analysen, auch nur einen Islamisten zu stoppen ?
Die Behavouristen dagegen suchten die Situation u. das Milieu! Die Schule ist sehr erfolgreich! Somit ist der Erfolg bei Islamisten am ehesten gegeben, wenn wir mehr schießen ! Keine Gefangenen machen ! Z. B., als vor 3 Tagen 3 israelis erstochen wurden, wurden alle 3 Angreifer erschossen! Während Dummhuhn Künast schimpfte, warum man dem Machetenmann (Zug  Würzburg) nicht nur zwischen die Zehen schoß, sondern erschoß
III) Ganz anders als Enzensberger, der Autor Thomas: Schon sein letzter Reisebericht << Friedensfahrt Moskau 2016>> - ein politischer Leckerbissen u. jetzt in seinem Reisebericht- / Führer in seinem blog, noch eine Steigerung;
Enzensberger schlug nicht drein, als das islamistische das SPD- Dummhuhn, (Gen. Sekr. 2015), als IS- Unterstützer in auftrat: SPD- Gen. Sekr. Yasmin Fahimi (2015): Ihr Vater ist IRANER, sie in Dtl. geb; Zitat: + + <<< "Den Islamischen Staat als radikal-islamisch zu bezeichnen, ist eine Missachtung und Zuweisung, die die Muslime hier in Deutschland in ihrer Ehre berührt“ >>
IV) Autor Thomas ist der Protagonist eines neuen GENRES, nämlich politische Reiseberichte – und darüber hinaus, Außenansichten über`s Heimatland, bei ihm „SCHLAND“ genannt, zu schreiben !
Wohl der einzige hochpolitische Reiseschreiber ! Und er beklagt ja das unglaubliche Unpolitischsein in „Schland“!
V) Aber: Lesen das dt. Frauen ? Die schwelgen doch dümmlich von Alexander v. Humboldt`s Reiseberichten. Bloß keine Politik auf Reisen- nur über "Schönheit der Natur" ! Statt dass sie Wilhelm v. Humboldt lesen würden! Nun, die dt. Frauen u. ausgerechnet die LINKEN (!) sind so irre unpolitisch, sie verzeihen dem Islam ALLES- egal wieviel Blut fliesst! Noch mehr: Sie suchen krampfhaft die Schuld bei sich/ uns, dem Westen! VI) Der ach so böse Westen habe Kolonien gehabt..! Man erinnere sich: der Tschad wurde schon 1960 ín die Unabhängigkeit entlassen; und was wurde daraus in 57 J.? ?
+ + + Blutigste Islamisierung, (jetzt sind 94 % muslimisch), höchste Geburtenrate der Welt (über 47 Geb. / 1000 Einwohner / Jahr, [Dtl. 8,2]; ferner tiefster UN-Armuts - Index, u. am meisten verhungern dort!
VII) Analog Ägypten: Alle 10 Monate gibts 1 Mio Esser mehr, u. das obwohl 25- 30 % der Jugend an Anämie u. Proteinmangel leiden: wie das ? Weil Fladenbrot die Hauptnahrung ist! Doch der Islam verbietet Geburtenregelung
VIII) Deshalb: Schotten dicht an Europas Grenzen ! Militärisch Grenzen sichern u. wenn nötig, selbstverständlich schiessen!
IX) a) ) Europa oder die EU kann einen Marschallplan (1948 der USA) in 2017 auflegen !
b) Und den Mio jg. Männern - von unseren Ing. angeleitet, die vom IS zerschossenen Dörfer wieder aufbauen lassen. Das passt GRÜN gar nicht, denn deren Doktrin vor 20 J. lautete: Wir müssen die Deutschen ausdünnen." Und diese GRÜNEN - Doktrin scheint immer noch zu gelten ! Denn GRÜN will lieber Dtl. vollfüllen mit Zuwanderern- nicht dort, vor Ort, Schutzlager bauen lassen von den Mio jg. Männern! Happy weekend! 22.7.2017 A. Röck